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PottPüree

Fuck the Ruhrfestspiele - gebt mir die Subventionen!
(zu interpretieren als Gangsta-Rap)


Fuck the Ruhrfestspiele! Fuck the DGB! Fuck the Recklinghäuser! Fuck GM/Opel! Fuck the CDU! Fuck Vesper! Fuck the Arbeitsamt! Fuck me! Fuck Freies Theater! Fuck Hartmann und die ganze Schweiz! Fuck Broll-Pape! Fuck Thomczyk! Fuck RAG! Fuck the Theaterkritiker! Fuck the Psychotherapeuten! Fuck Schiller! Goethe auch! Lessing und Beckett! Fuck Theaterwissenschaft! Fuck the whole Ruhrgebiet! Fuck the Schauspieler! Fuck vor allem the "Comedians", fuck them all! Fuck the Comödie! Fuck Ingrid Steeger! Fuck the Pope! Fuck GEZ, RTL und VfL! Fuck Reformen! Fuckagentur für Arbeit! Fuck the Krankenkassen! Fuck Peymann! Fuck Strassberg, Grotowski und vor allem Stanislawski! Please: fuck Tschechow! Fuck La Bute und Sybille Berg! Fuck Helge Schneider ins Katenklo! Fuck Hämmöriden und Prostatakrebs! Fuck Peter Handke! Fuck Elternsprechtag! Fuck Die Prinzen! Fuck the teacher! Fuck Haustiere! Fuck me! Fuck Eheberater! Fuck Rentenversicherung! Fuck Versicherungsvertreter! Fuck Hausmeister! Fuck RVR! Fuck Fußball-WM-Sammelbilder! Fuck Fanta! Fuck Ruhrtriannale! Fuck Schlingensief! Fuck Mühlheim! Fuck Yoga! Fuck Future! (Rap-Ende).

Zugegeben, ich ärgere mich. Ein Jahr nach Castorf bekommt man aus Recklinghausen den Eindruck vermittelt, die Ruhrfestspiele 04 hätten niemals stattgefunden. Das Programm wirkt so konservativ, so überkommen, so angestaubt, so alt, wie Heyme sein Lebtag nicht mehr aussehen kann. Mann setzt auf große alte Namen: Peter Brook, Lessing, Jürgen undsoweiter und installiert ein pseudo-Off-Festival dazu, um sich auch noch mit dem Anschein des Innovativen zu schmücken. Mir wird kotzübel davon! Etablierte Scheiße! Und als Höhepunkt spielen "Die Prinzen" auf. Weil das genau das richtige ist für das verpennte, angeblich traditionsbewußte Publikum eines grotesken Festivals, das seinen Wurzeln lange nicht näher war als in 2004. Nie war der Verrat größer als 2005. Schlingensief tönte schon letztes Jahr am 1. Mai auf der grünen Wiese: "Zerschlagt die Gewerkschaften!". Dieses Jahr schreie ich hier virtuell: Zerschlagt die Ruhrfestspiele - gebt mir die Subventionen!

Huch. Da war wohl eine Menge Wut in mir. Ich hoffe, es fühlt sich niemand durch meine Äußerungen angegriffen, beleidigt oder gar verletzt. Falls doch, bitte ich in aller Form um Entschuldigung. Sie sind doch nur Metaphern, genau wie ich selbst. Vor allem aber gilt:

Fuck the Ruhrfestspiele - gebt mir die Subventionen!

Demnächst erscheint hier so `ne Art Kolumne von mir zum Thema "Wen und was ich alles lieb habe". Natürlich werde ich unter anderem vor allem auch die WAZ, den VfL und die ganze Schweiz nennen. Übrigens: Willkommen E. Goerden!
Weil ich nämlich nicht im Ernst damit rechne, dass ich wirklich schon 2006 die ganzen Subventionen von den Ruhrfestspielen kriege.

Bis dahin verbleibt Ihnen der
Angry Young Man: Udo Höppner

Zum April 2005










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Was ich noch zu sagen hätte ...

PottPüree

Fuck the Ruhrfestspiele!